Kressesieb statt Sprossenglas: Für welche Sorten sich das eignet
Kresse, Rucola, Senf und Basilikum bilden beim Einweichen eine gelartige Schicht, die auf einem feinen Sieb besser hält als im Sprossenglas. Ein Überblick, welche Sorten sich für ein Kressesieb eignen und welche nicht.
Ein Sprossenglas ist der Klassiker für die eigene Anzucht, aber nicht jede Sorte fühlt sich darin gleich wohl. Manche Samen bilden beim Einweichen eine gelartige, schleimige Schicht, die im Glas schwer zu spülen ist und sich auf einem feinen Sieb deutlich besser macht.
Zu dieser Gruppe gehören vor allem Kresse, Rucola, Senf und Basilikum. Auf einem Kressesieb verteilt, finden ihre Samen genug Halt, während die Wurzeln durch die feinen Öffnungen hindurch Kontakt zum Wasser in der Schale darunter bekommen. Das Ergebnis ist eine saubere, unkomplizierte Anzucht ganz ohne Erde.
Kresse ist dabei der schnellste Kandidat und nach etwa fünf bis sieben Tagen erntereif. Rucola, Senf und Basilikum brauchen etwas länger, oft sechs bis zwölf Tage, bis sich kleine grüne Blättchen zeigen. Wer sie über dieses Stadium hinaus wachsen lässt, kann sie sogar bis zum Microgreen ziehen, vorausgesetzt es ist genug Licht und Feuchtigkeit vorhanden.
Andere beliebte Microgreen-Sorten wie Erbse oder Sonnenblume eignen sich dagegen eher nicht fürs Kressesieb. Sie brauchen mehr Substrat unter den Wurzeln und wachsen im klassischen Anzuchttopf mit Erde deutlich zuverlässiger.
Für den Einstieg reicht ein einziges Kressesieb, dazu passendes Saatgut wie Rucola, Senf oder Basilikum, und schon kann die erste Ernte losgehen.